Häufig gestellte Fragen

Wann wird es eine Version zu kaufen geben?
Wir planen eine kommerzielle Version Mitte Juni 2017 anzubieten. Ab jetzt können die minis bei unserem Partner Cornelsen im Shop vorbestellt werden. Hier geht es zum Cornelsen Calliope mini Shop: cornelsen.de/calliope

Welchen Editor wird es wann geben?
Drei Editoren sind auf der Website freigeschaltet, diese werden ständig weiter entwickelt. Ob es in Zukunft noch andere geben wird, können wir aktuell nicht sagen. Wir arbeiten aktuell aber auch an einer Calliope mini App für Smartphones und Tablets.

Wie wird die Verteilung an die Schulen in den Pilotländern laufen?
Wir erarbeiten dazu aktuell mit unseren Partnern und den Bildungsträgern vor Ort ein Konzept. Den Anfang machen das Saarland und erste Pilotschulen in Bremen. Zunächst wird die Verteilung so laufen, dass Schulen sich für eine Weiterbildung bewerben müssen. Haben sie diese absolviert, bekommen sie einen Klassensatz Calliope mini und können ihn im Unterricht einsetzen. Später wird es auch andere Möglichkeiten geben, sich zu qualifizieren.
Ab jetzt können sich interessierte Schulen hier bewerben.

Wird es spezielle Lehrmaterialien geben?
Aber ja! Es wird derzeit an verschiedenen Stellen an Materialien gearbeitet, von Online-Tutorials bis zu gedruckten Büchern und Klassenkisten. Da das Projekt mit dem Material steht und fällt, werden diese Materialien mit unterschiedlichen Partnern, unter anderem mit dem Schulbuchverlag Cornelsen, sorgfältig erarbeitet. Da wir uns der Idee der open educational ressources (OER) verbunden fühlen, wird es möglichst viel von diesem Material zum Download geben. Inzwischen ist die Seite für LehrerInnen freigeschaltet, auf der erstes Material hier heruntergeladen werden kann.

Warum nicht Arduino oder Raspberry?
Der Raspberry ist für die Grundschule zu kompliziert, der Arduino im Prinzip auch, vor allem aber machen beide im Unterricht nur mit diversem Zusatzmaterial Sinn (Sensoren, Lautsprecher usw.). Das ist für den Schul-Regelbetrieb aber unrealistisch. Daher wollten wir ein bezahlbares Board erstellen, das alles für diverse Experimente schon mitbringt.

Warum nicht einfach den britischen micro:bit nehmen?
Zwei wesentliche Gründe sprachen dagegen: Zum einen ist die Kontaktleiste beim micro:bit so angeordnet, dass GrundschülerInnen ständig Kurzschlüsse verursachen würden - die Kontakte liegen viel zu nah beieinander (das ist der Hauptgrund für die andere Form des mini). Zum anderen fehlen auf dem micro:bit aus unserer Sicht ein paar wichtige Bauteile, um SchülerInnen in der Grundschule mit tollen Experimenten zu versorgen, insbesondere der Lautsprecher, eine RGB LED und ein Mikrophon.
Wir haben aber grossen Wert auf maximale Kompatibilität zum britischen Vorbild gelegt - so ist es derzeit möglich, bestehenden Code von der micro:bit-Plattform mit dem mini zu nutzen.

Was ist der Unterschied zum Bayduino?
Der Bayduino verfolgt an zwei Stellen einen anderen Weg als wir mit dem mini. Zum einen ist er nicht voll zum micro:bit kompatibel, d.h. micro:bit code läuft nicht auf dem Bayduino, er hat kein Bluetooth usw. Zum anderen verfolgen die Macher des Bayduino eine andere Philosophie, was die Distribution anbelangt. Wir wollen mit dem mini in die Fläche und in den Regelbetrieb, so dass jede/r SchülerIn ein Board bekommen kann.

Wofür steht 'Calliope'?
Calliope war eine Tochter des Zeus und gilt unter Informatikern als die "Tablet-Muse", also eine frühe Vorbotin digitaler Bildungs-Ideale. Einfach mal nach "Kalliope" googlen und die Bilder ansehen.

Kann man die Satzung der gGmbH irgendwo einsehen?
Ja, hier: Calliope gGmbH Satzung.

Wie ist die Calliope gGmbH finanziert?
Unser Unternehmen ist eine gemeinnützige GmbH. Im wesentlichen aus drei Quellen: Zum einen haben die GründerInnen ihr Stammkapital laut Satzung (s.o.) eingelegt. Nach einer Anschubfinanzierung durch das BMWi und einem kleinen Sponsoringvertrag für den IT Gipfel wurden ausschließlich Spendengelder eingeworben - die sind alle auf der Partner-Seite verlinkt. Spender (offiziell Zuwendungsgeber) können entweder Geld geben oder in besonderen Fällen Hardware oder Eigenleistungen spenden, also Bauteile für das Board oder Schulungsmaßnahmen. Geld-Spenden der Sponsoren sind entweder an den Erwerb von Calliope-Boards für SchülerInnen gebunden oder komplett ohne Zweckbindung. Einige Spender wünschen sich auch eine Verbindung mit anderen Bildungs-Initiativen, die mit unserem Projekt verwandt sind, wie z.B. Google mit Fraunhofer-Roberta oder Microsoft mit "Code your Life", freuen sich aber auch über Unterstützung von NGO's wie die Appcamps in Hamburg oder Kiwitz in Hannover. Generell besteht bei den Spendern unsere einzige Gegenleistung darin, dass diese als UnterstützerInnen des Projektes genannt werden, es gibt keine Mitsprache-Möglichkeiten in der Calliope gGmbH o.ä. Als dritte Quelle werden wir in Zukunft Geldeinnahmen aus dem kommerziellen Verkauf des Calliope mini in Deutschland erzielen. Diese müssen satzungsgemäss in die Finanzierung der Firmenziele zurückfliessen, also werden dafür weitere Boards und Materialien für Kinder erstellt.

Warum werden die konkreten Beiträge der Spender nicht genannt?
Zum einen wäre es in vielen Fällen schwierig, das genau zu nennen (oft sind es mehrere Bausteine, z.B. Hilfe bei der Verbreitung + Geld für Boards), zum anderen würde es Schwierigkeiten mit der Pflicht zur Verschwiegenheit geben (z.B. wenn Hersteller uns Hardware spenden zu Einkaufs-Konditionen), außerdem würden nicht alle Sponsoren zustimmen. Wir denken, mit den Infos die wir geben, ist ausreichend Transparenz garantiert, vor allem in Verbindung mit den oben genannten Regeln der Nicht-Einflussnahme.

Technische Fragen
Welcher Prozessor läuft auf dem Board?
Es ist der Nordic NRF51822, ein ARM Cortex M0 32bit Prozessor mit 16KB RAM und 256KB Flash-Memory. Zusätzlich ist noch der NXP MKL26Z drauf, der wird als Interface-Prozessor für den USB-Port genutzt und sorgt dafür, dass das Board über den Browser programmiert werden kann.

Welche Protokolle unterstützt das Board?
Auf den beiden Grove-Connectoren liegt einmal I2C und einmal UART. Auf dem 26-poligen GPIO-Anschluss ist auch SPI verfügbar.

Welche Erweiterungen funktionieren mit dem mini?
Dazu gibt es einen speziellen Blogpost hier.

Welcher Motortreiber wurde auf dem Board verbaut?
Es ist der DRV8837 von Texas Instruments: http://www.ti.com/lit/ds/symlink/drv8837.pdf - es handelt sich um eine sog. H-Bridge, an der zwei DC-Motoren angeschlossen werden können, die dann in eine Richtung reguliert werden können. Wird nur ein Motor angeschlossen, ist auch vor- und rückwärts möglich.

Welcher Beschleunigungs-/Lagesensor wurde verbaut
Es handelt sich um den BMX055 von Bosch.

Gibt es eine Möglichkeit, das Board auch anders als mit dem Block-Editor zu programmieren?
Ja, es lässt sich zum einen per mbed ansteuern. Zum anderen ist es möglich, mit Micro-Python zu arbeiten, allerdings gibt es bis jetzt noch keine Anpassung davon für den mini. Daran wird aber bereits gearbeitet.

Kann der mini nur im Schulkontext genutzt werden?
Auch wenn die Form und das Konzept für den Einsatz in der Schule abgestimmt sind, ist der mini vielfältig nutzbar. So ist sogar das Open Source System RIOT angepasst worden (mehr dazu hier) und kann auf dem mini nun installiert werden. Darüber hinaus gibt es inzwischen einige Ansätze und erste Arbeitsbeispiele von Entwicklern, die den mini für ganz andere Problemlösungen nutzen.

Wie kann ich bei der Entwicklung helfen?
Es gibt viele Möglichkeiten. Am einfachsten ist es mit uns Kontakt aufzunehmen. Für technisch erfahrene Nutzer gibt es hier ein GitHub Repository mit vielen Informationen zum mini. Dort kann ebenfalls sehr gern dabei mitgeholfen werden, den mini noch besser zu machen!
Beispiele und Anwendungen von Nutzern finden sich bereits auf Hackster.io

Erste Hilfe
Wo finde ich eine Anleitung für das Einführungsskript?
Die Beschreibung der Demo-Skripte, die bei Auslieferung auf dem mini sind, findet sich als PDF Dokument hier. Eine englische Version dieser Datei findet sich hier.

Wo bekomme ich die Demo zurück auf meinen mini?
Wenn das Logo auf der linken Seite steht, findet sich die passende Original-Datei hier. Nach dem Laden können Sie es direkt auf Ihren mini kopieren, genau wie ein selbst programmiertes Skript.

Warum funktioniert der Editor nicht mit meinem mini?
Es gibt zwei unterschiedliche Versionen des Editors, die neueren Boards laufen alle mit einer neuen Version des Editors. Wenn das Calliope mini Logo rechts von der LED Matrix (auf der Seite von Knopf B) steht, bitte folgende Version benutzen: mini.pxt.io. Wenn es auf der linken Seite steht, bitte diese Version nutzen: pxt.calliope.cc

Was mache ich, wenn der mini nicht mehr als USB-Laufwerk erkannt wird?
In diesem Fall muss die Haupt-Firmware neu auf den mini geladen werden. Dazu beim Einstecken des USB-Kabels die Reset-Taste gedrückt halten. Jetzt sollte er sich unter dem Namen "MAINTENANCE" als Laufwerk anmelden. Auf dieses Laufwerk muss dann die Datei mit der Firmware kopiert werden, diese kann hier heruntergeladen werden.